Therapiebegleithund / TGI

01.06.2024

Seit Jänner 2024 befindet sich Bruno in der Ausbildung zum Therapiebegleithund und wird diese, voraussichtlich Mitte Oktober 2024, abschließen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie toll er sich entwickelt und die Entscheidung, mit ihm, in die Tiergestützte Therapie zu gehen, absolut richtig war.

Im Rahmen dieser Ausbildung lernt nicht nur er sondern auch ich viel neues und interessantes. Als Ausbildungsstätte habe ich den Verein "Tiere helfen leben" mit Bedacht ausgewählt, nachdem ich mehrere Anbieter mir angesehen und eingehend studiert habe. Hier wird sehr viel Wert auf ein einfühlsames Training ohne Überforderung und auf die Mensch - Tier - Beziehung gelegt.

Schwerpunkt und Ziele der Ausbildungsstätte "Tiere helfen leben" in Neudörfl,Niederösterreich sind :

Alle Begegnungen und Interaktionen beruhen auf Freiwilligkeit seitens Mensch und Tier.

Würde und Achtung vor Mensch und Tier stehen im Mittelpunkt unseres Tuns.

Diesem Ziel wollen wir durch eine professionelle, den Tierbedürfnissen angepasste, auf dem neuesten Stand der Verhaltenskunde basierenden Ausbildung entsprechen.

Im Zentrum steht der Respekt vor Mensch und Tier

"Doch welche Anforderungen werden an das Tier gestellt"? 

Jeder der sich mit dem Gedanken auseinandersetzt, mit seinem Hund gemeinsam diese Ausbildung machen zu wollen, hat sich diese Frage sicher schon mal gestellt und hier findet ihr die wichtigsten Antworten dazu:

Der Hund sollte:

  • mindestens 18 Monate alt sein, den er benötigt eine gewisse Reife um diese schöne aber auch anstrengende Arbeit durchführen zu können
  • gut sozialisiert mit Menschen und Artgenossen und wenn möglich auch mit anderen Tieren sein sowie eine gute Bindung zu seinem Menschen haben um in jeder Situation mit ihm kooperieren zu können
  • die Grundsignale "Sitz", "Platz", "Hier/Komm", "Bleib/Warten" auf eine Distanz von mindestens 5 -10 m, ebenso freudig ausführen wie das Gehen an loser Leine ohne ungewollten Seitenwechsel.
  • glatte Böden sollten keine besonderen Fortbewegungsprobleme darstellen.
  • Freude am Kontakt und der Interaktion mit Menschen sind besonders wichtig und er sollte nicht extrem lärmempfindlich und ängstlich sein

Der Hund darf nicht:

  • notorischer Kläffer sein, Menschen ohne jegliche Vorwahrnung und Signal anspringen
  • keine begonnene oder abgeschlossene Sportschutzausbildung haben

Wichtig ist des Weiteren das er

  • schmerzfrei sein sollte, Griffe ins Fell oder an die Ohren / Rute können leider jederzeit mal passieren auch wenn man noch so darauf achtet.
  • auch im (wilden) Spiel kontrollierbar ist.
  • die jährlich obligatorischen Impfungen hat, gepflegt und frei von Parasiten ist, Gesundheitscheck und jährliche Kotproben sind erforderlich
  • gechipt und belegbar Haftpflichtversichert mit einer Deckungssumme von € 1 500 000,- ist.

Ein liebenswerter, guter Familienhund ist nicht unbedingt zur Therapiearbeit geeignet!

Wenn man seinen Welpen oder Junghund bereits im therapeutischen oder pädagogischen Setting einsetzt, sollte man sich der Gefahr bewusst sein, dass der junge Hund unter Umständen durch Keime gefährdet werden kann. Das Immunsystem eines sehr jungen Tieres ist noch nicht genügend entwickelt um diese Keime abwehren zu können. Durch eine Überforderung besteht auch die Möglichkeit, des er der Tätigkeit als Therapiehund im späteren Verlauf nicht mehr gewachsen ist.

Das Wichtigste, um ein gutes Team mit seinem Hund bilden zu können, ist ein einfühlsames Training nach den modernen Erkenntnissen der Ethologie (Verhaltensforschung). Das bedeutet, dass eine gute Bindung zwischen Mensch und Hund aufgebaut sein soll.

Nach Abschluss der Ausbildung ist zu beachten das man max. 2x / Woche, a 45 Minuten in einen Einsatz gehen sollte. Es ist unsere Aufgabe darauf zu achten dass der Hund nicht überfordert wird und das er bei  den leisesten Stressanzeichen aus der Situation herausgeführt wird! Das kann auch bereits nach 10 Minuten im Einsatz notwendig sein. Entweder gönnt man ihm eine Pause, oder bricht den Einsatz frühzeitig ab!

Deshalb achten wir als Züchter bereits darauf das, unsere Welpen gut vorgeprägt und sanft mit allen möglichen Umweltreizen konfrontiert werden. Eine Garantie, dass ein Welpe als erwachsener Hund für die Arbeit im Therapie – Team geeignet ist, können wir jedoch nicht abgeben, da niemand vorhersagen kann wie sich der Welpe weiter entwickeln wird.

Falls jemand sich für diese Ausbildung interessiert, kann sich jederzeit mit seinen Fragen an uns wenden oder sich auch direkt an den Verein "Tiere helfen leben"  https://tiere-helfen-leben.at/  wenden.

Inhalte aus diesem Text sind zum Teil von der Homepage des Vereins THL.

Fotos sind unser Eigentum und zum Schutz der Personen auf den Bildern, dementsprechend bearbeitet worden.